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Zukünftiges Heizungsgesetz

Von Ralf Krings am 26.02.2024 14:43 Uhr

Zum Thema Heizungsgesetz:

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,

ja es stehen uns Veränderungen im Bereich Heizen in der Zukunft bevor, die auch Geld kosten werden.

Zur Zeit ist es so: Nichts genaues weiß man. Das heißt es ist noch kein Gesetz erlassen und beschlossen.

Was können Sie für sich überlegen:

Wie ist der energetische Gesamtzustand meines alten Hauses:

des Daches, der Fenster, der Türen, der Dämmung und auch der Heizung.

Worum geht es in erster Linie: Energie einsparen und die möglichen Potenziale ausnutzen:

Ein kleines Beispiel: Haus irgendwann in den 60 - 70er Jahren gebaut, Keller unbeheizt, Speicher nicht gedämmt, Heizung 25 Jahre alt, 20 KW Leistung und ein Jahresverbrauch bei 20000 kWh und auch sonst keine Sanierungen seit den 90-ern: also alles igendwo um die 30 Jahre alt:

Wenn ich nun bei diesem Haus hingehe und jetzt noch eine neue Heizung einbaue, erwirke ich folgendes: Zeitgewinn von ca 15 Jahren.

Diese 15 Jahre muss ich dann nutzen um die enrgetische Heizlast des Gebäudes zu senken. Dämmung des Daches, der Kellerdecke, der Rollandenkästen. Erneuerung der wärmeabgebenden Außenhülle: Eneuerung und Abdichtung der Türen und Fenster, evtl eine Außendämmung anbringen. Abstimmung des Heizungssystem auf neue Heizungsarten: Hydraulischer Abgleich, Anpassung der Heizungskennlinien.

Nicht alles in einem Jahr, aber auf 15 Jahre verteilt.

Was bewirke ich dadurch:

Ich senke meine Heizlast des alten Hauses, 20000 kWh, ungefähre Kosten zur Zeit/ kWh / Jahr:  Gas ca 20 ct ~ 4000 € , Öl ca 16 ct ~ 3200 €, Pellets ca 15 ct ~ 3000€, Elektro 35 ct 7000 €  

Eine neue Wärmepumpe arbeitet mit einer Anlagenaufwandszahl zwischen 1 - 6 kW, aus einem kW zugeführter Energie ziehe ich bis zu 6 kW abzugebene Energie. Wenn nun durch die Gegebenheiten vor Ort eine Zahl 2 erreicht wird, heißt das für oben beschriebene alte unsanierte Haus 10.000 kWh Strom für Heitung Warmwasser bleiben nötig somit auch 3.500 € Heizkosten. https://www.heimhelden.de/wp-content/uploads/2013/01/waermeverluste.jpg

Wenn sich nun durch einige Sanierungen eine angenomme Einsparung von ca 20 % der benötigten Energie einhergehend mit einer Steigerung der Anlagenaufwandszahl z.B. auf 4 ergibt, senkt sich die benötigte Energie und die Kosten: 

20.000 : 20 % = 16.000 kWh 16.000kWh : 4 = 4.000 kWh x 0,35ct= 1400 € Heizkosten.

Es gibt viel zu tun, packen wir es an.